Bäh

Der Schandfleck in der schweizer Musiklandschaft namens eyes see red wurde ursprünglich 1994 unter dem Namen "Last Warning" gegründet. Die Band begann mit ziemlich geradlinigem Metalcore und Songs, die in der Regel aus etwa drei Akkorden bestanden und vom Saufen, Moshen und etwas, das wohl Politik sein sollte, handelten. Nach ganzen zwei Konzerten und einem Demotape, das aber nie herauskam, verliess der damalige Sänger und Gitarrist die Band Mitte 1995. Zu dem Zeitpunkt hatte sich die Band bereits in eyes see red umbenannt und die Musik hatte sich deutlich Richtung Death Metal entwickelt. Kein Wunder, denn Mike und Christian hörten sowieso meistens DM.

Seid bloss froh, dass Ihr auf dem Foto nix riechen könnt
Bis Ende 1996 passierte dann nicht mehr viel. Im Oktober nahmen Christian und Mike ein Demotape auf, auf dem Mike Gitarre spielte. Der Musikstil war nun definitiv Death Metal, die früheren HC und Punk-Elemente waren mehr oder weniger verschwunden. Der Plan war, dieses Tape zur Gitarristensuche zu verwenden, aber bevor die Aufnahmen beendet waren, stieg Mathias in die Band ein. Das Tape wurde trotzdem fertiggestellt, und bis 1999 glaubte die Welt, Mathias sei für die lausige Gitarrenarbeit verantwortlich, die Mike verbrochen hatte.

Die Band tat dann, was alle Underground-Bands tun und machte sich auf, in jedem stinkigen Keller zu spielen, den sie finden konnten, zusammen mit anderen lokalen Bands wie Slaine, Knowhere, Lost Chapter, Requiem, Epitaph, Unlight und vielen anderen.

Bäh II-Return of the Igitt
Ende 1998/Anfang 1999 nahmen eyes see red ihr zweites Demo "Embrace It" auf, welches ursprünglich auf Tape hätte erscheinen sollen, sich dann aber zu einer ausgewachsenen CD entwickelte. Das Album war ein riesiger Fortschritt in Sachen Produktion, aber war auch musikalisch und textlich einiges reifer. "Embrace It" wurde wohlwollend aufgenommen und brachte der Band einige Konzerte mit grösseren Bands ein wie Anasarca, Beheaded und Mistress, deren damalige Sängerin heute bekanntlich bei Arch Enemy ist.


1999 gründeten eyes see red ausserdem zusammen mit ihren Kumpels von Lost Chapter, Knowhere und Slaine das ELKS Syndicate. ELKS war eine der ersten Konzertorganisationen in der Schweiz, die nach einer langen Dürreperiode wieder Death- und Black Metal-Konzerte auf die Beine stellte und hat sicher mit dazu beigetragen, dass der DM heute in der Schweiz wieder mächtig am boomen ist.

Nach drei Jahren, in denen die Band so viele Konzerte wie möglich spielte, zog man sich 2002 zurück, um an neuen Songs zu arbeiten, denn es war höchste Zeit für eine neue CD. Der einzige Auftritt in diesem Jahr war am Metal Dayz-Festival im Z7 in Pratteln, wo auch solche Bands wie Rose Tattoo, Blaze, Children of Bodom, Dragonlord und viele andere auf dem Billing standen. 2003 folgte eine Split 7" mit Tiburón und jetzt, fünf Jahre nach "Embrace It", ist das neue Album "Beyond the Realm of Sanity" endlich raus und die Band kann sich wieder dem zuwenden, was sie am besten kann, nämlich so oft wie möglich live zu spielen und ordentlich die Kuh fliegen lassen.
Im Rotlichtviertel spielen wir besonders gern